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Photvoltaikdach
©manfredxy via Canva.com

Welche Dacheindeckung für Photovoltaik?

Immer mehr Menschen interessieren sich für eine Photovoltaikanlage. Doch viele sind sich nicht sicher, ob Ihr Dach dafür geeignet ist und die zusätzliche Last aufnehmen kann.

Hier erfahren Sie, welche Dächer sich für eine Photovoltaikanlage prinzipiell eignen und wo eine Montage schwierig oder gar unmöglich ist.

Geeignete Dächer

Grundsätzlich eignen sich fast alle Arten von Dacheindeckungen für die Installation von Photovoltaikanlagen, wenn die Besonderheiten bei der Montage berücksichtigt werden. Außerdem sollte die Dachausrichtung nach Westen, Osten oder am besten nach Süden ausgerichtet sein und die PV-Anlage im optimalen Winkel montiert werden. Ist die Unterkonstruktion stabil, können Photovoltaikanlagen prinzipiell auf Dachziegeln, Dachpfannen, Biberschwanz oder sogar auf Reetdächern angebracht werden. Lassen Sie sich dazu von unseren Partnerunternehmen kostenlos und unverbindlich beraten.

Wichtige Regel: Auf asbesthaltigen Dächern ist die Installation einer Photovoltaikanlage gesetzlich verboten, denn bei Bohrungen könnten krebserregende Fasern freigesetzt werden. Dieses gesundheitsschädliche Material wurde bis in die 1990er Jahre in Kunstschiefer und Wellplatten verwendet und muss vor der Montage ausgetauscht und fachgerecht entsorgt werden.

Besonders Dächer, die älter als 20 Jahre sind, sollten vor einer möglichen Montage gründlich auf Schäden und ausreichende Tragfähigkeit überprüft werden. Wer sich unsicher ist, sollte in seinen Bauunterlagen und Rechnungen nachschauen, um weitere Informationen zu seinem Dach zu erhalten.

Bei Bestandsbauten kann eine vorherige Sanierung, verbunden mit einer verbesserten Dämmung, Sinn machen, da eine nachträgliche Reparatur sonst sehr kompliziert und teuer werden kann.

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Montage von Aufdach Photovoltaikanlagen

Bei der beliebtesten Form der Montage werden meist Dachsparrenanker verwendet, um darauf das Schienensystem aus silbrig-weißem Aluminium zu montieren. Auf die Schienen werden Metallrahmen mit den Solarmodulen befestigt. Kleine Unebenheiten können so gut ausgeglichen werden. Durch den Abstand zwischen Modulen und Dach kann die Luft gut zirkulieren und die Photovoltaikmodule belüften und somit kühlen. Dies wirkt sich in der Regel positiv auf den Stromertrag aus.

Bei Dächern aus Wellplatten oder Trapezblech werden die Module dagegen meist mit Stockschrauben befestigt. Bei Dächern aus Bitumen oder Blech ist die Montage oft aufwendig und wird nicht von jeder Firma angeboten. Für Flachdächer werden spezielle Standgestelle und Ballastsysteme verwendet.

Ziegeldach

Ziegel aus Materialien wie Beton oder Ton sind am stärksten verbreitet. Hier werden meist Befestigungshaken verwendet, die durch die Ziegel geführt und an den darunterliegenden Dachsparren fixiert werden. Diese Haken werden auch als Dachsparrenanker bezeichnet. Bei der Befestigung besteht die Herausforderung darin, die Dachziegel nicht zu beschädigen, denn bereits kleine Risse können sie undicht machen und zu Feuchtigkeit unter dem Dach führen. Daher ist eine anschließende Abdichtung wichtig. Es werden auch bereits immer mehr Ziegel mit integrierten Halterungen angeboten.

Blechdach und Bitumendach

Hier lassen sich die Photovoltaikanlagen meist gut montieren. Wichtig ist dabei die korrekte Verankerung in den Sparren. Werden nur Blechfalzklammern verwendet, besteht ein erhöhtes Risiko, da Dachblech und Montagegestell sich unterschiedlich ausdehnen können und deswegen die Stabilität leidet und es zu Undichtigkeiten kommen kann. Auch hier ist eine sorgfältige Abdichtung wichtig.

Schieferdach
©sturti via Canva.com

Schieferdach

Auf einem Schieferdach lassen sich Photovoltaikanlagen in der Regel ebenfalls gut anbringen, wenn entsprechende Befestigungssysteme verwendet werden. Allerdings kann es zu Beschädigungen des Schiefers kommen, da dieser leicht bricht.

Reetdach

Auf Reetdächern ist eine Montage möglich, aber oft nicht empfehlenswert. Zwar ist die Dachkonstruktion meist tragfähig. Allerdings benötigt Reet viel Luft, Licht und Wärme, um nicht zu schimmeln. Die Belüftung könnte durch eine Photovoltaikanlage behindert werden.

Oft ist dann eine Installation auf einem Nebengebäude wie einem Carport oder einer Garage sinnvoller. Holen Sie sich gerne bei Fragen zu diesem Thema Informationen bei unseren spezialisierten Partnern ein.

Indach Solarmodule

Eine für viele optisch ansprechende Alternative zur Montage auf dem Dach stellt eine Indachanlage dar. Da sie optisch quasi im Dach verschwindet, kann sie auch manchmal an denkmalgeschützten Gebäuden verwendet werden, wo andere Anlagen optisch zu sehr hervorstechen würden. Genaue Informationen liefern unsere Partner und lokale Denkmalschutzbehörden.

Bei einer Indachanlage werden die Module anstelle von Dachziegeln verbaut. Einige Anbietern bieten Solardachziegel an, diese lassen sich mit bloßem Auge kaum noch von der Umgebung unterscheiden, da sie die Optik von Dachpfannen haben. Diese sind in mehreren Farben lieferbar und ahmen verschiedene Oberflächen mit einer lichtdurchlässigen Beschichtung nach.

Diese Methode ist in Deutschland allerdings noch nicht so verbreitet, da sie meist teurer ist als klassische Methoden. Sie lohnt sich am meisten bei einer Neueindeckung des Daches.

Vor - und Nachteile von Indachanlagen

Vorteile

  • Ansprechende Optik: Die Ästhetik spricht viele Menschen an.
  • Denkmalschutz: Indachanlagen sind oft die einzige Möglichkeit für die Montage von Photovoltaikanlagen.
  • Kostenersparnis: Erfolgt die Dacheindeckung gleichzeitig mit der Montage der Indachanlagen, lassen sich Ausgaben durch Synergieeffekte sparen.
  • Kaum Angriffsfläche für Windböen
  • Besonders Glas-Glas-Module haben eine lange Lebensdauer.

Nachteile

  • Hitzeentwicklung: Ein Problem können die meist niedrigeren Erträge sein, diese entstehen durch eine höhere Wärmeentwicklung, bedingt durch die oft schlechtere Hinterlüftung der Solarzellen. Die optimale Betriebstemperatur liegt bei kristallinen Solarzellen bei etwa 25 Grad Celsius.
  • Höhere Kosten: Indachanlagen führen bislang ein Nischendasein und sind dadurch in der Herstellung oft teurer und werden nur von wenigen Anbietern angeboten. Meist werden spezielle und damit teure Module verwendet.
  • Aufwendigere Montage: Früher soll es öfter zu Problemen mit der Dichtigkeit gekommen sein. Aber durch eine kontinuierliche Weiterentwicklung konnte dieses Problem in der Regel beseitigt werden. Außerdem wurde der Austausch einzelner Module erleichtert.
  • Steuern: Nachteile bestanden bis 2009, doch seit 2010 lassen sich Indachanlagen genauso einfach von der Steuer absetzen wie Aufdachanlagen.

FAQ: Häufig gestellte Fragen zur Dacheindeckung

Auf welchen Dächern können Photovoltaikanlagen installiert werden?

Wenn die Dachkonstruktion tragfähig genug ist, kann eine PV Anlage auf fast allen Dächern montiert werden.

Wer prüft die Tragfähigkeit eines Daches?

Die Tragfähigkeit überprüfen beispielsweise Fachleute wie Statiker und Tragwerksplaner.

Kann eine Photovoltaikanlage an der Fassade befestigt werden?

Ja, das ist möglich und besonders Südfronten eignen sich dafür. Da aber meistens der Einfallswinkel ungünstiger als bei einer Dachmontage ist, können die Erträge geringer ausfallen.

Fazit

Die Montage von Photovoltaikanlagen ist auf vielen Dachtypen möglich und am häufigsten auf Ziegeldächern zu finden. Doch auch für andere Dacheindeckungen werden Lösungen von unseren Partnern angeboten.

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