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Dämmung vom Dachbode
©Sturti via Canva.com

Dämmung - Teil 3 Einsatzgebiete für Dämmstoffe

Sie wollen Ihr Haus dämmen, wissen aber noch nicht, welcher Dämmstoff zu Ihrem Bauvorhaben passt? Kein Problem, wir stellen die Vorzüge und Nachteile der verschiedenen Dämmstoffe vor. So erleichtern wir es Ihnen, die richtige Wahl zu treffen.

Die Vielfalt an Dämmstoffen ist beachtlich und reicht von Styropor über Mineralwolle bis hin zu Naturdämmstoffen. Entsprechend der verwendeten Grundmaterialien lassen sich Dämmstoffe verschiedenen Kategorien zuordnen.

Dämmmaterial kaufen

Dämmstoffe erhalten Sie unter anderem im Baumarkt oder im Baustoffhandel. Gewiefte Heimwerker können viele der Dämmmaßnahmen selbst übernehmen. Lassen Sie sich vorher fachkundig beraten, damit Sie den jeweils passenden Dämmstoff wählen und alle Vorschriften einhalten.

Das passende Dämmmaterial für jeden Bereich

Dämmstoffplatten

Für die Dämmung der Außenwände, der Kellerdecke und zur Aufsparrendämmung

Dämmstoff-Matten

Als Zwischensparrendämmung zwischen den Dachbalken und zur Dämmung der obersten Geschossdecke.

Einblasdämmstoffe

Für verwinkelte Stellen und zur nachträglichen Dämmung von zweischaligem Mauerwerk.

Schüttungen

Zur Ausgleichung von Unebenheiten im Boden und zur Verfüllung von Holzbalkendecken oder Hohlräumen.

Stopfmaterialien

Natürlicher Dämmstoff, der vorwiegend für Fugen und Hohlräume an Fenster und Türen genutzt wird.

Spezialdämmstoffe

Für besondere Dämmaufgaben (z.B. Rohrdämmungen) produziert.

Wärmeleitfähigkeit

Die spezifische Wärmeleitfähigkeit beschreibt, wie viel Wärme durch einen (Bau-)Stoff hindurchgeht. Je kleiner der Wert, desto besser. Baustoffe mit einer Wärmeleitfähigkeit kleiner 0,1 W/mK gelten als Dämmstoff. Die Stärke des Materials sagt aber nicht direkt etwas über seine Wärmeleitfähigkeit aus. Vielmehr ist das verwendete Material entscheidend: Gängige Wärmeleitfähigkeiten von Dämmstoffen liegen bei 0,04 bis 0,032 W/mK.

Im Vergleich dazu erreichen Hochleistungsdämmstoffe wie Vakuum-Isolations-Paneele Werte von bis zu 0,004 – Metalle hingegen Werte über 400 W/mK. Zur besseren Unterscheidung werden Dämmstoffe in Wärmeleitfähigkeitsstufen (WLS) oder Wärmeleitfähigkeitsgruppen (WLG) eingeteilt.

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Welchen Dämmstoff wo einsetzen?

Dämmstoffe unterscheiden sich nicht nur in ihrer Wärmeleitfähigkeit, sondern auch nach der jeweiligen Einsatzart (zum Beispiel zum Schutz vor Feuer, Lärm, Feuchtigkeit und Hitze). Zusätzlich sollten Sie bei der Wahl des passenden Dämmmaterials neben Ihren persönlichen Präferenzen auch gesetzliche Vorgaben sowie bauphysikalische Herausforderungen berücksichtigen.

Manche Dämmstoffe erreichen die vorgeschriebene Wärmeleitfähigkeit nur bei einer relativ hohen Stärke. Doch die Dicke der Dämmung einfach zu erhöhen, ist aus praktischen und ästhetischen Gesichtspunkten nicht immer möglich. In diesem Fall empfiehlt es sich, ein anderes Dämmmaterial zu verwenden.

Kosten pro Quadratmeter - bei nachträglicher Dämmung

Fassade

  • WDVS: ≈ 110 – 140 Euro
  • Innendämmung: ≈ 30-100 Euro
  • Kerndämmung: ≈ 30 Euro

Dach

  • Aufsparrendämmung: ≈ 160-180 Euro
  • Zwischensparrendämmung: ≈ 60-80 Euro
  • Untersparrendämmung: ≈ 90-135 Euro

Dachboden

  • Geschossdeckendämmung ≈ 25-50 Euro (begehbar), bzw. ≈ 20-35 Euro (nicht begehbar)

Kellerdecke

  • Dämmung von unten ≈ 15-30 Euro

Keller

  • Perimeterdämmung ≈ 60-100 Euro

Hinweis: Die Kosten stellen eine Schätzung auf Basis der aktuellen Preise dar. Aufgrund der derzeitigen Störung der Lieferketten, sowie der hohen Nachfrage können die eigentlichen Preise schwanken. Die Kosten verstehen sich inklusive Montage.

Fazit

Bei der Wahl des Dämmstoffs spielt nicht nur die Wärmeleitfähigkeit eine Rolle, sondern vor allem das Einsatzgebiet. Außerdem ist es sinnvoll, bei der Auswahl die Umweltverträglichkeit und auch die Kosten für eine spätere Entsorgung zu beachten. Ohne fachmännische Beratung kann ein Laie bei der Dämmung viel falsch machen und leicht größere Folgeschäden anrichten. Informieren Sie sich bitte vorab, welche Bauvorschriften für Ihre Immobilie an Ihrem Wohnort gelten.

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