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Dämmung des Dachbodens
©Fouque via Canva.com

Dämmung – Teil 2 Kosten und Dämmvarianten

Im ersten Teil dieser Reihe haben wir die Vorteile einer Dämmung und die zu beachtenden Richtwerte vorgestellt. In Teil zwei möchten wir Ihnen nun einen Überblick über die Kosten für die Dämmung der wichtigsten Gebäudeteile geben.

Ein gut gedämmtes Haus hilft, die Heizungskosten niedrig zu halten. Außerdem schonen Sie so die Umwelt. Dabei sind einige Punkte zu klären: Welche Dämmung lohnt sich für welchen Bereich? Wie hoch sind die Ausgaben?

Die Dämmung dieser vier Bereiche lohnt sich für Sie am meisten:

  • Fassade
  • Innenwände
  • Kellerdecken
  • Dach- bzw. Geschossdecke

Fassadendämmung - Kosten

Ungedämmte Fassaden verlieren wegen ihrer großen Außenfläche viel Wärme nach außen und sollten daher isoliert werden. Sichern Sie sich hierfür Förderprogramme und senken Sie so massiv die Investitionskosten. Wenn Sie sowieso planen, Ihrem Haus einen neuen Anstrich zu verpassen, ist es sinnvoll, es auch gleich mit einer Dämmschicht zu versehen. So sparen Sie Zeit und Ausgaben.

Kerndämmung - Kosten

Eine Alternative stellt die Kerndämmung dar, die von außen nahezu unsichtbar ist, da nur kleine Löcher zum Einblasen des Dämmmaterials gebohrt werden müssen. Sie fällt außerdem sehr günstig aus, mit etwa 50 bis 70 Euro pro Quadratmeter. Dafür ist die Dämmwirkung meist geringer als bei den beiden anderen Varianten.

Außerdem eignen sich nur bestimmte Mauerarten für dieses Verfahren. Sie finden sich oftmals in Häusern aus den 70er und 80er Jahren. Eine genaue Auskunft kann Ihnen ein Spezialist geben, auch ein Blick in alte Baupläne kann Ihnen weiterhelfen.

Für die Fassadendämmung gibt es verschiedene Förderprogramme wie etwa die Bundesförderung für effiziente Gebäude des Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA): „Die förderfähigen Ausgaben für energetische Sanierungsmaßnahmen von Wohngebäuden sind gedeckelt auf 60.000 Euro pro Wohneinheit und Kalenderjahr, insgesamt auf maximal 600.000 Euro pro Gebäude“, informiert das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle.

Außerdem bieten einige Bundesländer und Kommunen zusätzliche Förderprogramme zur Fassadendämmung, die Sie nutzen können.

Wandinnendämmung - Kosten

Eine Dämmung von außen bietet Ihnen viele Vorteile und ist bauphysikalisch besser. Doch nicht immer sind Dämmungen von außen erwünscht oder möglich, wenn beispielsweise der Denkmalschutz dem entgegensteht. Sie müssen mit Kosten von ca. 85 bis 170 Euro pro Quadratmeter Wand rechnen.

Allerdings ist eine Dämmung von innen heikler als eine von außen, denn es können leicht Wärmebrücken entstehen und Schimmelbildung verursachen. Achten Sie daher darauf, Fugen und undichten Stellen zu schließen.

Die Dämmung der Kellerdecke lässt sich auch von versierten Hobby-Heimwerkern mit etwas Geschick kostensparend umsetzen. Die Ausgaben sind mit ca. 20 bis 50 Euro pro Quadratmeter überschaubar.

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Dämmung des Dachs oder oberster Geschossdecke

Die Dämmung des Dachs kann sich doppelt lohnen: Im Winter wird weniger Wärme nach außen abgegeben und im Sommer heizt sich das oberste Geschoss nicht so stark auf. Die obere Geschossdecke lässt sich meist unkomplizierter dämmen als die Dachflächen, da die sich schwerer erreichen lassen und meist kleinteiliger sind. Am effektivsten ist die Aufsparren-Dämmung, sie lohnt sich aber meistens nur, wenn das Dach sowieso neu gedeckt werden muss. Deswegen greifen viele Bauherren zur leider zeitaufwendigeren Zwischen- oder Untersparren-Dämmung.

Hier finden Sie die anderen Teile zum Thema Dämmstoffe:

Teil 1: Grundlagen der Dämmung

Teil 3: Der optimale Einsatz von Dämmstoffen

Teil 4: Vor- und Nachteile mineralischer Dämmstoffe

Fazit

Mit der passenden Dämmung senken Sie Ihre Heizkosten und sparen viel Geld. Angenehmer Effekt: Ihr Haus bleibt im Sommer kühler und im Winter wärmer.

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