Solarenergie: Solarstrom überholt Braunkohle 2025 erstmals in Deutschlands Strommix

Photovoltaik und Windenergie im Strommix 2025 vorne05.01.2026: Der deutsche Strommarkt befindet sich mitten in einem tiefgreifenden Wandel. Erneuerbare Energien gewinnen kontinuierlich an Bedeutung und erreichen inzwischen Meilensteine, die noch vor wenigen Jahren als ambitionierte Zukunftsvision galten. Besonders die Solarenergie hat im vergangenen Jahr ihre Rolle deutlich ausgebaut und neue Rekordwerte erreicht. Die aktuellen Auswertungen renommierter Forschungsinstitute und Branchenverbände zeigen, dass sich die Gewichte im Energiemix nachhaltig verschieben – mit spürbaren Folgen für Wirtschaft, Klimaschutz und Verbraucher.

Ein zentrales Signal dieses Wandels ist die Tatsache, dass Solarstrom in Deutschland erstmals eine höhere Strommenge bereitgestellt hat als Braunkohlekraftwerke. Photovoltaikanlagen lieferten im Jahr 2025 insgesamt rund 87 Terawattstunden elektrische Energie. Damit legte die Solarstromerzeugung im Vergleich zum Vorjahr um mehr als ein Fünftel zu. Parallel dazu sank die Bedeutung der Kohle weiter. Braun- und Steinkohle kamen zusammen nur noch auf gut ein Fünftel des gesamten Strommixes. Die Windenergie blieb zwar weiterhin die stärkste Einzelquelle, doch Solar und Wind bilden inzwischen gemeinsam das Rückgrat der Stromversorgung aus erneuerbaren Quellen.

Der gemeinsame Beitrag von Braun- und Steinkohle an der deutschen Stromerzeugung sank auf 22,4 Prozent. Laut Angaben des Fraunhofer ISE belief sich die Bruttostromproduktion aus Braun- und Steinkohle im vergangenen Jahr auf 106 Terawattstunden. Damit sank sie um etwa eine Terawattstunde gegenüber 2024 und erreichte den niedrigsten Stand seit 1956. Gleichzeitig behauptete die Windenergie mit einer Produktion von 132 Terawattstunden weiterhin ihre Spitzenposition unter den Stromquellen. Insgesamt stammten – wie bereits im Jahr zuvor – 55,9 Prozent des erzeugten Stroms aus erneuerbaren Energien.

Erneuerbare dominieren – Kohle verliert weiter an Boden

Die rückläufige Nutzung von Kohlekraftwerken ist nicht nur eine Folge politischer Vorgaben, sondern zunehmend auch wirtschaftlich begründet. Hohe Kosten für Emissionszertifikate und steigende Betriebsausgaben machen die Stromerzeugung aus Kohle immer unattraktiver. Die Stromproduktion aus Braun- und Steinkohle erreichte 2025 den niedrigsten Stand seit Jahrzehnten. Gleichzeitig sank auch die Förderung von Braunkohle auf ein historisch niedriges Niveau. Diese Entwicklung unterstreicht, dass fossile Energieträger im Markt zunehmend unter Druck geraten.

Trotz dieser Fortschritte bleibt der Ausbau der erneuerbaren Energien insgesamt hinter den politischen Zielmarken zurück. Zwar liegt die Photovoltaik beim Zubau weitgehend im Plan, doch insbesondere bei der Windkraft bestehen weiterhin erhebliche Lücken. Vor allem an Land wurden weniger neue Anlagen errichtet als vorgesehen, während der Offshore-Ausbau nur langsam vorankommt. Dadurch blieb die erneuerbare Nettostromerzeugung deutlich unter dem angestrebten Wert. Die Nettostromerzeugung aus Erneuerbaren lag 2025 bei 256 Terawattstunden. Angestrebt waren jedoch 346 Terawattstunden. Gleichzeitig importierte Deutschland mehr Strom aus dem Ausland, als es exportierte, was die Abhängigkeit von Nachbarländern vorübergehend erhöhte. Den größten Teil der Stromimporte bezog Deutschland aus Dänemark, Frankreich, den Niederlanden und Norwegen. Im Gegenzug wurden Stromüberschüsse vor allem nach Österreich, Tschechien, Luxemburg und Polen exportiert.

Solarenergie eröffnet Chancen für effiziente Speicherlösungen

Der starke Zuwachs an Solarstrom wirkt sich auch spürbar auf den Strommarkt aus. Mit zunehmender Einspeisung aus Photovoltaikanlagen häufen sich Zeiten, in denen das Stromangebot die Nachfrage übersteigt. Dies führte 2025 zu einer Rekordzahl an Phasen mit negativen Börsenstrompreisen. Solche Marktbedingungen erhöhen den Druck auf flexible Lösungen und beschleunigen den Ausbau von Batteriespeichern. Sinkende Preise für Speichertechnologien machen Investitionen in diesem Bereich zunehmend attraktiv – sowohl für Privathaushalte als auch für größere Energieprojekte.

Bereits heute ist ein erheblicher Teil der installierten Batteriespeicherkapazität direkt mit Photovoltaikanlagen gekoppelt. Gleichzeitig wächst der Markt für Großspeicher besonders dynamisch. Fachleute gehen davon aus, dass der Speicherbedarf in den kommenden Jahren stark ansteigen wird, um das Energiesystem stabil und effizient zu halten. Speicher werden damit zu einem zentralen Baustein der Energiewende, der Solar- und Windenergie noch besser nutzbar macht.

Der Blick über die deutschen Grenzen hinaus zeigt, dass es sich nicht um ein rein nationales Phänomen handelt. Auch europaweit hat die Solarenergie einen historischen Schritt gemacht. Erstmals übertraf die Stromerzeugung aus Photovoltaik in der Europäischen Union die kombinierte Produktion aus Braun- und Steinkohle. Innerhalb eines Jahrzehnts hat sich die Solarstrommenge in der EU vervielfacht, während die Kohleverstromung massiv zurückgegangen ist. Diese Zahlen verdeutlichen, dass sich der europäische Energiemarkt strukturell neu ausrichtet.

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Angesichts dieser Entwicklungen entscheiden sich immer mehr Haushalte und Unternehmen dafür, selbst in eine Photovoltaikanlage zu investieren. Wer von sinkenden Stromkosten, größerer Unabhängigkeit und aktiver Klimaschutzwirkung profitieren möchte, sollte jedoch Angebote sorgfältig vergleichen. Preise, Technik, Garantien und Serviceleistungen unterscheiden sich teils erheblich. Ein transparenter Vergleich hilft dabei, die wirtschaftlich und technisch beste Lösung zu finden.

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