China dreht an der Preisschraube: Kostenlawine bei Photovoltaik rollt an
26.01.2026: Photovoltaik galt lange als der verlässliche Weg zu günstigem Eigenstrom. Sinkende Modulpreise, planbare Förderung und eine stabile Nachfrage machten Solaranlagen für private Haushalte attraktiv. Doch genau dieses Kalkül gerät ins Wanken. Mehrere Entwicklungen auf dem Weltmarkt und in der deutschen Energiepolitik deuten darauf hin, dass sich das Zeitfenster für günstige PV-Anlagen schnell schließt.
Wer heute über eine eigene Solaranlage nachdenkt, sollte nicht mehr von den Preisniveaus der vergangenen Jahre ausgehen – auch wenn Experten zu Beginn des Jahres noch stabile Modulpreise vorausgesagt haben. Denn die Zeichen mehren sich, dass ein deutlicher Kostenschub bevorsteht – ausgelöst nicht nur durch politische Entscheidungen in Berlin, sondern vor allem durch neue Weichenstellungen in China, dem wichtigsten Lieferland für Photovoltaik-Komponenten.
Der eigentliche wirtschaftliche Reiz von Photovoltaik liegt ohnehin weniger in der Einspeisung ins Netz als im direkten Verbrauch des selbst erzeugten Stroms. Verbraucherzentralen betonen seit Langem, dass Eigenverbrauch in Kombination mit intelligenter Steuerung den größten finanziellen Effekt bringt. Gleichzeitig leistet jede installierte Anlage einen messbaren Beitrag zum Klimaschutz. Doch all das funktioniert nur, wenn die Anschaffungskosten im Verhältnis zu den Einsparungen stehen.
Steuervergünstigung gestrichen, steigende Rohstoffpreise
Ein zentraler Preistreiber kommt aus China. Wie das dortige Finanzministerium mitteilt, plant das Reich der Mitte, ab dem 1. April 2026 steuerliche Exportvergünstigungen für Photovoltaik-Produkte vollständig zu streichen. Damit verteuern sich Solarmodule, Zellen und Vorprodukte spürbar. Branchenbeobachter gehen davon aus, dass allein dieser Schritt einen Preisaufschlag von rund zehn Prozent nach sich ziehen kann.
Hinzu kommen steigende Kosten bei wichtigen Rohstoffen. Polysilizium, das Herzstück moderner Solarzellen, hat sich innerhalb kurzer Zeit deutlich verteuert. Auch Glas und Silber, unverzichtbar für Module, werden teurer. In der Summe rechnen Marktanalysten damit, dass einzelne Komponenten um bis zu 20 Prozent im Preis anziehen könnten. Diese Belastung wird nicht dauerhaft bei den Herstellern hängen bleiben, sondern schrittweise an Endkunden weitergegeben.
Kurzfristig könnte es zwar noch zu einem Vorzieheffekt kommen, weil Importeure versuchen, sich vor Inkrafttreten der neuen Regeln einzudecken. Doch dieser Puffer ist endlich. Sobald die Lager leerer werden, dürfte der deutsche Markt die höheren Einkaufspreise deutlich spüren.
Förderpolitik als zusätzlicher Unsicherheitsfaktor
Parallel dazu sorgt die deutsche Energiepolitik für weitere Unruhe. Die Bundesregierung plant, das bisherige System der festen Einspeisevergütung grundlegend zu verändern und perspektivisch stärker auf Modelle der Direktvermarktung zu setzen. Konkrete Details fehlen noch, doch klar ist: Die staatlich garantierte Vergütung für privaten Solarstrom soll in ihrer bisherigen Form auslaufen. Damit fällt ein wichtiger Stabilitätsanker für die Wirtschaftlichkeit von PV-Anlagen weg.
Steigende Materialkosten auf der einen Seite und eine unklare Förderzukunft auf der anderen Seite ergeben eine brisante Mischung. Für viele Haushalte könnte sich Photovoltaik dadurch rechnerisch weniger attraktiv darstellen als noch vor kurzer Zeit. Wer zu lange wartet, riskiert also nicht nur höhere Preise, sondern auch schlechtere Rahmenbedingungen.
Jetzt entscheiden, solange es noch Spielraum gibt
Gerade deshalb lohnt sich der Blick auf den aktuellen Markt. Viele Handwerksbetriebe haben derzeit freie Kapazitäten und planen ihre Auftragsbücher für das neue Jahr. Das bedeutet kürzere Wartezeiten und bessere Abstimmungsmöglichkeiten. Ein kostenloser Preisvergleich hilft zudem, realistische Kosten einzuschätzen und Angebote einzuordnen.
Regionale Fachbetriebe bieten dabei oft einen entscheidenden Vorteil. Sie sind langfristig erreichbar, kennen lokale Gegebenheiten und stehen auch nach der Installation als Ansprechpartner zur Verfügung. Wer jetzt plant, kann seine Anlage rechtzeitig installieren lassen und im Frühjahr bereits eigenen Solarstrom produzieren – genau dann, wenn die Erträge spürbar steigen.
Unterm Strich gilt: Die Phase extrem günstiger Photovoltaikpreise dürfte ihrem Ende entgegengehen. Wer heute handelt, sichert sich nicht nur bessere Konditionen, sondern auch Planungssicherheit. Abwarten hingegen könnte sich schon bald als teure Entscheidung erweisen.