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Dach mit Solaranlage
©manfredxy via Canva.com

So holen Sie das Optimum aus Ihrer Photovoltaikanlage heraus

Sie wollen eine Photovoltaikanlage bauen, sind aber noch unschlüssig? Hier erfahren Sie, worauf Sie achten sollten.

Die Sonne liefert ihre Energie kostenlos, doch damit Ihre Photovoltaikanlage diese optimal in elektrische Energie umwandelt, sollten Sie diese Punkte beherzigen: Wählen Sie hochwertige Komponenten aus, denn das Sparen am falschen Ende rächt sich später. Achten Sie außerdem auf eine optimale Ausrichtung der Module – so sichern Sie sich einen hohen Ertrag. Mit smarter Technik optimieren Sie außerdem Ihre Anlage und behalten immer alles im Blick.

Lange Lebensdauer erreichen

Legen Sie Wert auf hochwertige, effiziente und langlebige Komponenten in Ihrer PV-Anlage. Lediglich der Wechselrichter muss nach 10 bis 15 Jahren ausgetauscht werden. Die anderen Bestandteile sollten deutlich länger halten. Moderne Solarmodule wandeln durchschnittlich rund 30 Jahre lang das Sonnenlicht in Elektrizität um, erst zum Ende der Nutzungszeit ist mit geringen Leistungseinbußen zu rechnen. 20 Jahre lang erhalten Sie eine garantierte Einspeisevergütung für nicht selbst genutzten Strom.

Doch um lange Freude an Ihrer Photovoltaikanlage zu haben, ist es wichtig, diese Punkte zu beachten. Denn Fehler beim Einbau verursachen hohe Folgekosten und können auch zum teilweisen oder kompletten Ausfall Ihrer Anlage führen. Unsachgemäß verlegte Kabel können durchscheuern und Kurzschlüsse verursachen. „Schlampig verlegte Kabel, die an scharfen Kanten scheuern, können zu Störungen und Ertragsausfall führen“, warnt Jörg Sutter, Photovoltaik-Experte bei der Verbraucherzentrale NRW in Düsseldorf.

Achten Sie darauf, von der Solarfirma ein Anlageprotokoll zu erhalten, damit Sie einen Nachweis besitzen, dass die Geräte dem Stand der Technik entsprechen sowie sachgemäß geplant und installiert wurden.

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Photovoltaikmodule perfekt ausrichten

Die Ausrichtung der Photovoltaikanlage entscheidet maßgeblich über den Ertrag. Allerdings sind reine Süddächer kein Muss mehr. Sie können die mögliche Aktivität der Anlage im Laufe des Tages verlängern, wenn Sie auch Flächen in der Ausrichtung nach Süd-West oder Süd-Ost mit Modulen bestücken. Dann liefern die Module nicht nur um die Mittagszeit den größten Ertrag, sondern auch in der Frühe und am Nachmittag. Wichtig ist zudem der richtige Aufstellungswinkel der Module, dieser sollte bei nach Süden ausgerichteten Modulen 30 bis 40 Grad betragen.

Achten Sie außerdem darauf, dass möglichst kein Schatten die Arbeit der Photovoltaikmodule beeinträchtigt. So kann ein kleiner Baum in zehn bis zwanzig Jahren gewaltig wachsen und dann einen Schatten auf die Module werfen.

PV-Optimierer nutzen

Wenn Wolken die Sonne verdecken oder Bäume Schatten werfen, helfen PV-Optimierer, die Leistung Ihrer Photovoltaikanlage zu verbessern. Der kleine Elektrokasten überwacht und reguliert die Arbeit der PV-Anlage. So kann die Stromausbeute um bis zu 25 Prozent gesteigert werden. Wie schafft dieser kleine Wunderkasten das, werden sich viele fragen. Das Gerät hält die einzelnen Solarmodule so lange wie möglich an ihrem Maximum Power Point (MPP), dieser würde sich normalerweise häufig ändern.

Denn Sonneneinstrahlung und Temperatur beeinflussen die Leistung des Moduls. Das kann zum Absinken der Stromausbeute führen, denn die Verschattung einzelner Module verringert die Leistung der gesamten Photovoltaikanlage deutlich. Der Grund: Die Module sind in Strings zusammengeschaltet und die Leistung richtet sich immer nach dem schwächsten Modul.

Jetzt greift der PV-Optimierer ein und verändert die Spannung des betroffenen Moduls, dieses und dieses kann dann nicht mehr die Gesamtleistung des Strings verringern. Allerdings kosten PV-Optimierer zwischen 50 und 200 Euro pro installiertem Kilowatt-Peak und verbrauchen außerdem Strom. Deswegen sollten PV-Optimierer nur unter extremen Bedingungen eingesetzt werden, damit sich ihr Einsatz rentiert.

Smart Home

Wenn Sie Ihre Geräte wie Waschmaschine, Rasenmäher und Spülmaschine miteinander vernetzen oder die Timer-Funktion programmieren, können Sie die ertragreichen Sonnenstunden nutzen, auch wenn Sie nicht zu Hause sind, Ihre Geräte aber die Arbeit verrichten.

Pflege und Wartung

Obwohl PV-Anlagen wartungsarm sind, zahlt sich eine kontinuierliche Pflege aus. Eine Prüfung der Module alle drei bis vier Jahre auf Beschädigungen durch eine Fachfirma kann sich lohnen. So können kleinere Defekte rechtzeitig entdeckt und teure Reparaturen vermieden werden. Außerdem werden so Einnahmeverluste durch den Ausfall einzelner Komponenten minimiert. Auch sollte regelmäßig überprüft werden, ob alle Steckverbindungen und Schraubverbindungen noch ordnungsgemäß verbunden sind.

Einsatz smarter Überwachungstechnik

Nur wer die Leistung seiner Anlage mit Hilfe smarter Fernüberwachungstechnik beobachtet, kann auftretende Leistungsverluste bemerken und umgehend reagieren. Ein Datenlogger dokumentiert beispielsweise die Leistung Ihrer Anlage und überprüft, ob die Komponenten reibungslos zusammenarbeiten.

Fazit

Wenn Sie diese Tipps beherzigen, können Sie sich möglichst lange an Ihrer Photovoltaikanlage erfreuen. Außerdem machen Sie sich so unabhängiger von den steigenden Energiekosten. Mit einer Photovoltaikanlage erzeugen Sie bis zu 30 Prozent Ihres Strombedarfs selbst, wenn Sie zusätzlich in einen Speicher investieren, kann der Anteil auf bis zu 80 Prozent wachsen.

 

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