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Verschiedene Speichermodule
© Rick_Jo via Canva.com

Photovoltaikanlage: AC- oder DC-Speicher?

Stromspeicher erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Denn mit einem Speicher können Sie den von Ihrer Photovoltaikanlage erzeugten Strom speichern. Dadurch können Sie den selbst erzeugten Strom auch dann nutzen, wenn die Sonne nicht scheint.

Wo liegen die Unterschiede bei den beiden angebotenen Speichertypen? Für wen sind DC- oder AC-Speicher die richtige Wahl? Wir verschaffen Ihnen einen Überblick über die beiden Technologien.

Durch einen Speicher steigern Sie Ihren möglichen Eigenverbrauch und müssen weniger teuren Strom aus dem öffentlichen Netz erwerben. Das spart Geld und verringert Ihre Abhängigkeit vom externen Strombezug. Da Strom, der durch eine Photovoltaikanlage erzeugt wurde, emissionsfrei ist, liefert jede genutzte Kilowattstunde außerdem einen Beitrag zum Klimaschutz.

Auf dem Markt für Speicher finden Sie eine große Auswahl an Modellen in verschiedenen Konfigurationen. Die Entwicklung geht rasch voran und die Preise werden mittelfristig fallen und so immer attraktiver werden.

Wir bieten Ihnen eine Orientierungshilfe und informieren Sie in diesem Artikel über die Einsatzgebiete und Vor- und Nachteile von DC- und AC-Speichern. Außerdem erfahren Sie, welcher Speichertyp für welchen Einsatzzweck geeignet ist.

Typischer Aufbau eines Speichers

  • Lithium-Ionen-Akku mit integriertem Überwachungssystem (BMS)
  • Batteriewechselrichter oder Spannungswandler
  • Zähler zur Energiemessung
  • Steuerung

Wie unterscheiden sich DC- von AC-Speichern?

Eine Investition in einen Speicher lohnt sich langfristig. Bei der Entscheidung für einen Speicher spielt die Wahl des Typs eine nicht zu unterschätzende Rolle.

Die größten Unterschiede liegen neben dem Material der Akkus in der sogenannten Systemtopologie. In Photovoltaik-Systemen sind sowohl DC- als auch AC-Speicher verbreitet.

Die Photovoltaikmodule erzeugen Gleichstrom, dieser muss für den Gebrauch im Haushalt durch einen PV Wechselrichter in Wechselstrom umgewandelt werden. Hier erfahren Sie die Unterschiede zwischen den beiden Speichersystemen.

AC oder DC - das sind die Unterschiede

AC-Speicher DC-Speicher
einfache Nachrüstung Gleichstrom der PV-Module lässt sich direkt ohne Umwandlungsverluste speichern
funktioniert unabhängig vom bestehenden PV-System prinzipiell notstromfähig
hat eigenen Batteriewechselrichter weitere Verbraucher, wie etwa eine Wallbox, lassen sich leicht hinzufügen
durch die mehrfache Umwandlung entstehen meist größere Energieverluste gute Planung für Funktion wichtig
Anschluss und Installation sind günstiger hybrider Wechselrichter ist notwendig
meist kein neuer Wechselrichter benötigt Nachrüstung aufwendiger

Wie funktioniert ein DC-Speichersystem?

Der DC-Speicher (Direct Current, Gleichstrom), auch als Batteriespeicher bezeichnet, speichert die von den Photovoltaik-Modulen erzeugte elektrische Energie in Form von Gleichstrom. Anders als bei AC-Speichern, sind hier Solar- und Batterie-Wechselrichter in einem Gerät vereint.

Da der Strom folglich nur einmal umgewandelt werden muss, fallen die Wandlungsverluste in der Regel geringer aus und das System arbeitet somit effizienter. Diese gespeicherte Energie kann dann bei Bedarf wieder in den Haushalt eingespeist werden.

DC-Speicher eignen sich in der Regel nur für Neuinstallationen, da Bestandsanlagen oft noch mit althergebrachten Wechselrichtern ausgestattet sind, die über keine
Hybridfunktion verfügen. Somit können DC-Speicher meist nicht direkt an Bestands-Anlagen angeschlossen werden.

DC-Speicher überzeugen neben dem hohen Wirkungsgrad mit ihrer kompakten Bauform und der einfacheren Installation, da der Batteriewechsel der AC-Speicher bei einem DC-Speicher nicht benötigt wird und somit ein DC-Speichersystem aus weniger Komponenten besteht.

Allerdings müssen bei DC-Speichersystemen der Speicher und der Hybrid-Wechselrichter nebeneinander platziert werden, was zu Platzproblemen führen könnte.

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Wie funktioniert ein AC-Speichersystem?

Der AC-Speicher (Alternating Current, Wechselstrom) hingegen speichert die elektrische Energie in Form von Wechselstrom, wie er auch in Haushalten vorliegt.

Somit muss der Gleichstrom der Photovoltaikanlage zunächst vom Batterie-Wechselrichter in Wechselstrom umgewandelt werden, bevor er in die AC-Speicher eingespeist wird. Bei dieser Umwandlung können geringe Verluste (rund 2 Prozent) entstehen, deswegen werden AC-Speicher meist bei der Erweiterung bestehender Photovoltaikanlagen eingesetzt. Soll der Strom wieder im Haushalt genutzt werden, muss er wieder in Wechselstrom zurückverwandelt werden.

Andererseits zeichnen sich die AC-Speicher durch eine hohe Flexibilität aus. So können hier der Batteriewechselrichter und die Batterie getrennt vom PV-Wechselrichter installiert werden – das bringt Vorteile bei Platzproblemen. AC-Speicher sind bei Nachrüstungen beliebt. Der zusätzliche Wechselrichter macht die Anschaffung aber allerdings meist teurer als DC-Speicher.

Fazit

Welcher Speicher für Sie am besten geeignet ist, hängt von den technischen Voraussetzungen und Ihren Wünschen ab. Es empfiehlt sich daher, sich von einem Fachmann unserer Partnerfirmen beraten zu lassen, um den für Sie optimalen Speicher zu finden. Prinzipiell können Photovoltaikanlagen mit beiden Speichertypen nachgerüstet werden, es müssen aber eventuell mehrere Komponenten angepasst oder erneuert werden.

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