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Monteur installiert Wärmepumpe
©welcomia via Canva.com

Förderung für Heizungstausch sichern

Mit einem Austausch einer veralteten Heizung senken Sie die Heizkosten und schonen die Umwelt. Wir zeigen Ihnen, wie Sie sich Förderungen sichern können. Außerdem erfahren Sie, welche modernen Heizungstypen es gibt.


Die Energiekosten steigen immer weiter und ein Ende ist nicht in Sicht. Steuern Sie diesem Trend gezielt entgegen: Erhöhen Sie die Effizienz der Heizung und modernisieren Sie diese. Außerdem erzeugen Sie so umweltfreundlich Wärme aus erneuerbaren Energien. Wir geben Ihnen einen Überblick über die verschiedenen Förderprogramme und zeigen Ihnen wie Sie sich Geld vom Staat durch Zuschüsse und Kredite sichern können.

Sparen durch Heizungsmodernisierung

Die meisten Hausbesitzer heizen bislang mit veralteten Energieträgern wie Öl oder Gas. Laut dem Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks sind in Deutschland noch rund drei Millionen Ölheizungen und etwa vier Millionen Gasheizungen in Betrieb, die älter als 20 Jahre sind. Diese veralteten Anlagen sollten dringend ausgetauscht und durch effizientere Heizungen ersetzt werden, die Erneuerung wird mit zahlreichen Programmen gefördert.

Tragen Sie Ihren Teil zur Energiewende mit der Installation moderner und klimafreundlicher Heizungstechnik bei. Profitieren Sie dabei von den umfangreichen Förderprogrammen des Staates. Warten Sie lieber nicht, bis Ihre Heizung defekt ist, sondern werden Sie bereits vorher aktiv und lassen sich rechtzeitig beraten. Die KfW und die BAFA geben umfangreiche Unterstützung zur Heizungsmodernisierung.

 

5 Gründe für den Heizungstausch

  1. Alte Heizungen arbeiten meist ineffizient und verursachen so unnötig hohe Betriebskosten.
  2. Ein Konstant-Temperatur-Kessel für Heizöl oder Erdgas, auch unter dem Namen Standard-Heizkessel bekannt, muss laut Gesetzgeber in vielen Fällen nach 30 Betriebsjahren stillgelegt werden.
  3. Seit dem Sommer 2021 steigen die Preise für Öl und Gas rasant an. Deswegen lohnt sich der Ausstieg aus der fossilen Energienutzung.
  4. Seit 2021 fällt für Öl und Gas eine CO2-Steuer an und diese wird mindestens bis zum Jahr 2026 weiter erhöht werden. Die Folge: Die Heizkosten steigen noch stärker an.
  5. Wer mit fossilen Energieträgern wie Heizöl oder Erdgas heizt, setzt große Mengen Kohlendioxids frei, die den Klimawandel befeuern.

Die Bundesregierung will massiv den Umstieg auf eine umweltschonende und zeitgemäße Heiztechnik beschleunigen und fördert deshalb den Austausch alter Heizungen. Ab 2024 sollen neue Heizungen zu mindestens 65 Prozent erneuerbare Energien nutzen. Damit wäre der Einbau einer neuen Öl- oder Gasheizung wirtschaftlich nicht mehr sinnvoll.

Förderungen sichern

Wenn Sie Ihre Immobilie mindestens auf den Standard eines „Effizienzhaus 85“ oder „Effizienzhaus Denkmal“ bringen, können Sie KfW-Fördermittel beantragen. Lassen Sie sich vorher eingehend beraten, damit ein individueller Sanierungsfahrplan erstellt wird und die positiven finanziellen Effekte durch die Heizungsmodernisierung sichtbar werden.

Heizungsanlagen im Überblick

Welche Heizung eignet sich für Ihr Gebäude und welche wird gefördert? Wir haben für Sie die wichtigsten Fakten zusammengestellt.

Heizen mit erneuerbaren Energien

Wenn Sie eine Heizung zu 100 Prozent mit erneuerbarer Energie betreiben wollen, kommen mehrere Systeme infrage. Eine Übersicht bietet das BAFA:

  1. Biomasseanlage (Scheitholz, Pellets, Holzschnitzel): Es werden verschiedene Anlagen ab einer thermischen Nennwärmeleistung von 5 kW gefördert. Anlagen mit besonders geringen Staubemissionen (2,5 mg/m3) erhalten einen höheren Zuschuss (Innovationsbonus von 5 Prozent).
  2. Wärmepumpe: Die Anschaffung einer Wärmepumpe wird gefördert, wenn diese für die Raumheizung von Gebäuden oder zur kombinierten Warmwasserbereitung und zur Raumheizung genutzt wird.
  3. Hybridheizungen: Außerdem werden Hybridheizungen gefördert, wie beispielsweise die Kombination verschiedener Heizsysteme aus:
    - Wärmepumpe und Solarthermie
    - Holzheizung und Solarthermie
    - Biomasse (Scheitholzkessel und Pelletheizung) + Wärmepumpe

Solarthermie-Anlagen werden nur vom Staat gefördert, wenn sie das Wasser erwärmen, Räume heizen, oder kühlen. Eine Liste der förderfähigen Kollektoren und Solaranlagen hat das BAFA zusammengestellt.

Alternative: Anschluss an Gebäudenetz oder Wärmenetz

Eine Alternative zu einer Heizung in den eigenen vier Wänden stellt der Anschluss an ein Gebäude- oder Wärmenetz dar. Diese Heizvariante wird gefördert, wenn die Wärme zu mindestens 25 % aus erneuerbaren Energien gewonnen wird.

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Vorhandene Heizung modernisieren

Wenn die Heizung älter als zwei Jahre ist, kann es sich für Sie lohnen, sie effizienter zu machen und nur Teile zu erneuern. Sie können beispielsweise die Pumpe auswechseln oder die alten Heizkörper gegen größere und moderne austauschen. Außerdem lassen sich für wenig Geld die Rohrleitungen dämmen. Der Einbau von Flächenheizungen, Niedertemperatur Heizkörpern und Wärmespeichern wird gefördert.

Brennstoffzellenheizung

Eine besonders innovative, aber noch teure Technologie sind Brennstoffzellenheizungen. Dort reagieren Wasserstoff und Sauerstoff miteinander und es entsteht als Nebenprodukt lediglich Wasser und das ganz ohne schädliche Abgase und Lärm! Dabei wird nicht nur umweltfreundlich Wärme, sondern auch Strom erzeugt.

Ölheizung ersetzen – Gasheizung ersetzen

Ist die funktionstüchtige Heizung älter als 20 Jahre, winkt ein Bonus von 10 Prozent, wenn die neue Heizung durch eine Wärmepumpe, eine Erneuerbare-Energien-Hybridheizung (EE-Hybride) oder eine Biomasseanlage ersetzt wird. Für diese Maßnahmen können Sie sich Förderungen etwa der KfW sichern.

Förderung bei energetischer Sanierung erhalten

Die KfW fördert den Austausch Ihrer Heizung, wenn Sie zusätzlich Ihr Haus umfassend sanieren und dadurch mindestens die Anforderungen an ein Effizienzhaus 85 oder Effizienzhaus Denkmal erfüllen.

Weitere Fördermittel beantragen

Beim Austausch von Heizungen können Sie ebenfalls Landesprogramme von Kommunen und Energieversorgungsunternehmen nutzen. Informieren Sie sich in Ihrem Wohnort über die Kombinationsmöglichkeiten der verschiedenen Förderprogramme. Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) lässt eine Kombination bis maximal 60 Prozent der förderfähigen Kosten zu.

Lassen Sie sich bei der Beantragung von unabhängigen Experten oder unseren Partnerunternehmen beraten, um sich die optimalen Förderungsangebote zu sichern und so Ihre Ausgaben für den Betrieb der Heizung massiv zu senken.

Wichtig: Stellen Sie einen Antrag, bevor Sie Aufträge an Bauunternehmen oder Handwerksbetriebe vergeben. Lediglich die Planung sollten Sie schon im Vorfeld erledigen, um zu wissen, welche Maßnahmen sich lohnen. Wenn Sie an die Förderungen geknüpften Bedingungen erfüllen, können Sie beispielsweise einen „Wohngebäude – Kredit“ der KfW beantragen. Allerdings ist die Förderung abhängig von den zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel und es besteht kein Rechtsanspruch darauf. Über weitere Fördermöglichkeiten können Sie sich auf unserer Förder Webseite informieren.


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