Photovoltaik-Ausbau 2025: Nachfrage stagniert trotz Rekordstromproduktion

Installation Photovoltaik Deutschland07.01.2026: Im Jahr 2025 wurden in Deutschland rund 17,5 Gigawatt an neuer Photovoltaik-Leistung installiert. Damit liegt der Zuwachs leicht unter dem Vorjahreswert von 17,7 Gigawatt. Die Branche beobachtet diese Entwicklung mit Besorgnis, da der Photovoltaik-Markt nicht wie in den Jahren zuvor gewachsen ist. Der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) fordert die Politik auf, die Rahmenbedingungen für neue PV-Anlagen stabil zu halten und zusätzliche Hemmnisse zu vermeiden.

Trotz des stagnierenden Zubaus erreichte die Stromproduktion aus Photovoltaik ein neues Rekordniveau. Rund 18 Prozent des inländischen Stromverbrauchs wurden 2025 über Solarenergie gedeckt – ein deutlich höherer Anteil als in den Vorjahren. Obwohl die Erzeugungszahlen positiv sind, bereitet der stagnierende Zubau Sorgen: Der Photovoltaik-Markt konnte im Jahresverlauf kaum neue Anlagen hinzufügen, sodass die Gesamtleistung nur minimal über dem Vorjahreswert liegt.

Aktuelle Prognosen und Ausbauziele

Um das bis 2030 gesetzlich festgelegte Photovoltaik-Ziel von 215 Gigawatt zu erreichen, müsste der jährliche Zubau etwa 20 Gigawatt betragen. Mit derzeit rund 118 Gigawatt installierter Leistung ist erst etwas mehr als die Hälfte des Ziels erreicht.

Der BSW-Solar mahnt, dass bestehende Marktbarrieren abgebaut und Förderprogramme für Photovoltaikanlagen stabil gehalten werden müssen, um den notwendigen Ausbau nicht zu gefährden. Kürzungen bei der Förderung von Solardächern könnten den Fortschritt weiter verlangsamen.

Unterschiede zwischen den Marktsegmenten

Die Entwicklung innerhalb der verschiedenen Photovoltaik-Marktsegmente fällt 2025 unterschiedlich aus. Freiflächen-Solarparks legten um etwa 25 Prozent zu, während die Installation auf Wohnhäusern und gewerblichen Dächern zurückging. Im privaten Dachsegment fiel der Zubau um rund ein Viertel, bei gewerblichen Dachanlagen mit mehr als 30 Kilowatt Leistung gab es ein leichtes Minus von fünf Prozent. Kleine Stecker-Solargeräte, sogenannte Balkonkraftwerke, konnten hingegen rund 25 Prozent mehr Leistung hinzufügen.

Konkret wurden auf Freiflächen rund 8 Gigawatt neue Anlagen errichtet (2024: 6,5 GW). Auf gewerblichen und industriellen Dächern kamen 3,7 Gigawatt hinzu (Vorjahr: 3,9 GW). Das Heimsegment erreichte 5,2 Gigawatt (2024: 6,8 GW), während Balkonkraftwerke rund 0,5 Gigawatt beitrugen (Vorjahr: 0,4 GW).

Rückläufige Nachfrage auf Dächern und effiziente Netznutzung

Die Nachfrage nach Solaranlagen auf privaten Dächern hat 2025 im Vergleich zum Vorjahr um rund 28 Prozent abgenommen. Dennoch hat sich die Gesamtzahl dieser Anlagen von 1,7 Millionen im Jahr 2020 auf 4,1 Millionen fast verdreifacht. Eine Studie der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin deutet darauf hin, dass zusätzliche Anlagen auf Gebäuden seltener Stromnetzengpässe verursachen dürften als bislang vermutet.

Die Bundesregierung verfolgt das Ziel, Haushalte stärker in die eigene Energieversorgung einzubeziehen und gleichzeitig die Kosten für das Stromsystem zu optimieren. BSW-Solar betont, dass gerade kleine Dachanlagen weiterhin auf Förderungen angewiesen sind, um den notwendigen Ausbau sicherzustellen.

Unterstützung von der Politik gefordert

Für das Gesamtjahr 2025 wird ein Zubau von rund 17,5 Gigawatt erwartet. Während Freiflächen- und Balkonkraftwerke wuchsen, ging die Installation kleiner Dachanlagen deutlich zurück. Um die 2030-Ziele zu erreichen, ist eine kontinuierliche politische Unterstützung erforderlich. Der Verband appelliert daran, keine zusätzlichen Hürden zu schaffen und die bestehende Förderkulisse aufrechtzuerhalten, um die ehrgeizigen Ausbauziele zu sichern.

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